Sonntag, 17. November 2019

Ferienstart mit »Pfiff«

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Ein verlängertes Wochenende mit intensivem Training und abwechslungsreichen Programm hat für die Torgauer Judoka die Winterferien eingeläutet. Gleich nach Schulschluss ging es am Freitag Nachmittag mit 3 Klein-Bussen Richtung Sportschule Rabenberg im Erzgebirge. 25 Nachwuchsjudoka und ihre Trainer konnten sich nach knapp drei Stunden Fahrt bei der Ankunft über einer prachtvolle Winterlandschaft bei idealen Wetteraussichten - Sonne pur - freuen.

Der Freitag Abend ließ dann nicht mehr allzu viel Raum für Aktivitäten. Angesagt waren: Bezug der Zimmer, Genuss des sehr reichhaltigem und abwechslungsreichen Büffet in der Sportschule und die Vorbereitung für den Samstag. Nach dem Abendbrot hieß es dann also noch Aufbau der Judomatten und Besprechung des Ablaufs für das Wochenende. Mit den ersten abendlichen Eindrücken ging es dann 22:00 Uhr zur Nachtruhe.

Am Samstag wurde die Gruppe nicht vom kitzeln der winterlichen Sonne geweckt, sondern von Trainer Timo T`s Pfiff auf der Trillerpfeife und dem Ruf zum Frühsport. Auf ging es zu einem leichten Lauf, etwas Gymnastik und für die ganz Mutigen zum Abreiben mit Schnee. Der Schlaf war vom Schnee vertrieben und das Frühstuck konnte kommen. Anschließend stand bis zum Mittag ein dreistündiges Training auf der Tatami auf dem Programm. Einer intensiven Erwärmung durch Timo folgte Basistechniktraining. Hubertus erklärte den Nachwuchsjudoka den exakten Ablauf von Seoi-Otoshi, einer Wurftechnik die mit der Schulter ausgeführt wird, und deren Anwendung in verschiedenen Bewegungssituationen. Den Abschluss dieses ersten Teils bildeten einige Gruppenspiele mit Kraft- und Koordinationselementen. In der zweiten Hälfte ging es mit Basistechniktraining im Boden weiter. Zwei grundlegende Haltetechniken, Kuzure-Kesa-Gatame und Mune-Gatame wurden von Frank Schritt für Schritt erklärt und geübt. 
Aus aktuellem Anlass hat Kathrin dann im weiteren Verlauf die Kinder und Jugendlichen mit der Belästigung durch Erwachsene von Kindern konfrontiert. Realitätsnahe Situationen hat die Kindern den Stress solcher Situationen spüren lassen. In einer Gesprächsrunde wurden die Wahrnehmungen ausgetauscht und mögliche Reaktionen aufgezeigt. Einen fröhlichen Abschluss vor dem Mittagessen bildeten zwei Runden mit Ballspielen.
Nach dem Mittag ging es dann bei herrlichen Sonnenschein auf eine Wanderung durch den verschneiten Wald Richtung tschechische Grenze. Auf dem knapp 7 km langen Kurs erklärte unser lieber Förster Timo G. die Pflanzen- und Tierwelt im Winter, zeigte Spuren und zu welchen Tieren sie gehören und hatte ein kurzweiliges Spiel zum Winterschlaf der Eichhörnchen dabei, bei dem es auch um Erdnüsse ging ;-). Um die Erdnüsse zu genießen, mussten die Kleinen und Großen nicht lange gebeten werden, sich in ein Eichhörnchen zu verwandeln.
Wieder zurück in der Unterkunft schlüpften alle schnell in trockene leichte Sportbekleidung und machten sich auf zum Abendbrot. Den Abschluss des Samstag bildetet das zweistündige Bowling. Zwei Teams kämpften um jeden einzelnen Punkt, um den Sieg für sich zu holen. Bei je zehn Teammitgliedern kaum möglich und doch wahr - am Ende stand ein salomonisches Unentschieden. Hinreichend Müde, mit vielen neuen Eindrücken, ging es 22:00 Uhr zur wohlverdienten Nachtruhe.

Am Sonntag warteten schon (fast) alle auf den morgendlichen Pfiff von Timo T`s Trillerpfeife und dem Ruf zum Frühsport. Das Ritual vom Samstag fand seine Wiederholung und es gab einige Mutige mehr, die sich mit freien Oberkörper dem Schneebad ergaben.
Nach dem Frühstück stand dann wieder drei Stunden Judotechnik auf dem Programm. Wie am Samstag auch, eröffnete Timo T. mit einem kurzen intensiven Erwärmungsteil um dann an Hubertus mit dem Technikteil zu übergeben. An diesem Vormittag ging es um eine fortgeschrittene Technik, den O-Uchi-Gari. Eine Fußtechnik, bei dem das Bein des Gegners weggerissen wird. Auch hier widmete sich Hubertus wieder mit großer Detailtreue den einzelnen Phasen dieser Technik um sie in ihrem Bewegungsablauf genau zu analysieren. Wechselnde Übungsbeispiele brachten einige neue Erkenntnisse für die jungen Judoka. In der Halbzeit des Techniktrainings haben alle kleinen und großen Judoka gemeinsam zwei menschliche Pyramiden gebaut. Im Anschluss ging es wieder um Bodentechniken. Frank nahm noch einmal den Faden vom Vortag auf, und zeigte Lösungen zur Verkettung der beiden Festhalten Kuzure-Kesa-Gatame und Mune-Gatame im Kampfgeschehen sowie einer Befreiungsmöglichkeit. Nach einer kurzen Pause erklärte Kathrin den Teilnehmern das Verhalten bei Nothilfesituationen und der Leistung von erster Hilfe. Wie lautet die Notrufnummer, wie telefoniere ich mit der Leitstelle, was steckt hinter den W-Fragen und was ist eine stabile Seitenlage? Das ungewohnte Thema ließ alle Teilnehmer gebannt zuhören und bei den verschiedenen Situationen theaterreif mitspielen. Für einen fröhlichen Abschluss sorgten wieder zwei Ballspielrunden.
Nach dem Mittagessen gab es etwas Zeit für alle Kleinen und Großen den winterlichen Spaß auf dem Sportgelände zu genießen. Ab 15 Uhr war dann Schwimmen angesagt. Auf vier Bahnen konnte die Gruppe in zwei Stunden noch einmal intensiv den Körper fordern und auch entspannen. Während die Großen eine längere Schwimmstrecken absolvierten stand für die Kleinen die kurze Sprintstrecke auf dem Programm. Ein Schwimmbrett sorgte dafür, dass mal die Beine und mal die Arme gefordert waren. Am Ende genossen alle gemeinsam mit oder ohne Schwimmnudel im Sprudelbecken das feuchte Vergnügen und ergaben sich der Entspannung.
Ein letztes Highlight sollte nach dem Abendbrot dann noch folgen. Eine nächtliche Wanderung bei zunehmenden Mond machte den Sonntag Abend noch mal spannend. Drei Trainer hatten offensichtlich gar keine Lust auf Wanderung und fehlten in der Gruppe. Die Anderen wunderten sich nicht lange darüber und stapften los. Nach etwas Wegstrecke rief Timo T.: »Seit doch mal leise, was sind denn das für Geräusche?«. Im Unterholz links war ein Knacken und Rascheln zu hören. Alle lauschten gebannt. Da sie aber nichts sehen konnten ging es ein Stück weiter auf dem Weg. Aber jetzt doch eher vorsichtig, Da, ein Wildschwein. Hinter ein paar Bäumen wurde ein Grunzen laut. Die Gruppe rückte noch enger zusammen. Die Bitte nach Umkehr wurde laut. Plötzlich bracht von rechts aus dem Unterholz eine brummender Bär. Von links der rasende Keiler und von hinten das riesige Rotwild. Oh, Mann, da waren ja die vermissten Trainer - kein Bär (Hubertus), kein Hirsch (Timo G.) und kein Keiler (Frank). Die Spannung löste sich und alle stapften fröhlich zurück zur Unterkunft. Wohlverdient erwartete uns alle das Bett. 

Montag ging es nach dem Frühstück wieder auf die Heimreise. Da wir genug mit Packen zu tun hatten und alle noch sehr müde waren, erfolgte zwar der letzte Pfiff von Timo T., auf den Frühsport haben wir jedoch verzichtet. Es war ein kurzes, aber sehr schönes Wochenende und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
Wir danken den Team der Sportschule Rabenberg allen Beteiligten die bei der Organisation und Durchführung ihren Anteil hatten und ganz besonders unserer lieben Kathrin, die das Wochenende so unermüdlich organisiert hat.



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